Unsere Geschichte

Über­bli­cke ich noch ein­mal den Ver­lauf die­ser Dinge bis hier­her, betrachte ich unsere Gegen­wart in aller ihrer Klein– und Schwach­heit, so erscheint auch noch immer mei­ner Ver­nunft keine Sache törich­ter und aus­sichts­lo­ser als diese. Allein, da sie trotz­dem in Got­tes ewi­gem Wort Grund und Fuß hat, so muss sie doch gewiss Got­tes hei­lige Sache selbst sein, — die Herr­lich­keit Got­tes in Lum­pen gewi­ckelt. Das wird mein Trost sein und blei­ben müs­sen.Fried­rich Ruh­land, 1872 – ers­ter Pas­tor der ELFK

Wir sind es doch nicht, die da die Kir­che erhal­ten könn­ten. Unsere Vor­fah­ren sind es auch nicht gewe­sen. Unsere Nach­fah­ren werden’s auch nicht sein; son­dern der ist’s gewe­sen, ist’s noch und wird’s sein, der da sagt: ‚Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.‘ Mat­thäus 28,20.
Mar­tin Luther, Wider die Anti­no­mer, 1539

19. Jahr­hun­dert
Der christ­li­che Glaube wird weit­hin nur noch als Moral und from­mes Emp­fin­den ver­stan­den. Jesus ist für viele nur ein Vor­bild, dem es nach­zu­ei­fern gilt.
1830
In Preu­ßen, Baden und Nas­sau bil­den sich selbst­stän­dige luthe­ri­sche Gemein­den, die auf der Grund­lage der Bibel und der Bekennt­nis­schrif­ten der Refor­ma­tion blei­ben wollen.
1871
Auch in Sach­sen bil­den bibel­treue Luthe­ra­ner freie Gemein­den (zuerst in Dres­den und Pla­nitz). Das ist ein Novum auf dem Gebiet einer ursprüng­lich luthe­risch gepräg­ten Landeskirche.
1877
In Pla­nitz tritt die erste Syn­ode der Evangelisch-Lutherischen Frei­kir­che (ELFK) zusam­men. Als Orga­ni­sa­ti­ons­form wäh­len die frei­kirch­li­chen Luthe­ra­ner das Gemein­de­prin­zip.
1923
Die ELFK hat sich über ganz Deutsch­land aus­ge­brei­tet. 1923 erhält sie den Sta­tus einer Kör­per­schaft des öffent­li­chen Rechts.
1939–1945
Die Zeit des zwei­ten Welt­krie­ges bringt große Not auch über die Gemein­den der ELFK. Pas­to­ren wer­den zum Kriegs­dienst ein­ge­zo­gen. Flücht­linge aus Polen und Ost­preu­ßen fin­den in der Fol­ge­zeit in den Gemein­den der ELFK eine neue Heimat.
1948
Nach Kriegs­ende kommt es zu Eini­gungs­ge­sprä­chen zwi­schen der ELFK und ande­ren luthe­ri­schen Frei­kir­chen (z.B. Alt­lu­the­ri­sche Kir­che) in Deutsch­land. Das Ergeb­nis ist die Auf­rich­tung der Kir­chen­ge­mein­schaft auf der Grund­lage der Einigungssätze.
1972
Im West­teil Deutsch­lands bil­den die luthe­ri­schen Frei­kir­chen einen neuen Kir­chen­ver­band, die Selb­stän­dige Evangelisch-Lutherische Kir­che (SELK).
1984
Die Ent­wick­lun­gen im Ost­teil Deutsch­lands füh­ren nicht zu der ange­streb­ten orga­ni­sa­to­ri­schen Ver­ei­ni­gung. Auf­grund unter­schied­li­cher Auf­fas­sun­gen in der Lehre von der Hei­li­gen Schrift und von der Kir­chen­ge­mein­schaft gehen ELFK und Alt­lu­the­ri­sche Kir­che (spä­ter SELK) getrennte Wege (Har­ten­stei­ner Beschluss).
1989
Der Fall der Ber­li­ner Mauer eröff­net neue Mög­lich­kei­ten für die ELFK. Beste­hende Kon­takte zu Schwes­ter­kir­chen im Aus­land kön­nen wie­der­be­lebt und ver­tieft wer­den
( WELS). Im glei­chen Jahr zer­bricht die Kir­chen­ge­mein­schaft mit der SELK wegen unter­schied­li­cher Lehr­auf­fas­sun­gen in der Schrift­frage und der Lehre von Kirchengemeinschaft.
1993
In Ober­we­sel fin­det die Grün­dungs­ver­samm­lung der Konfessionellen-Evangelisch-Lutherischen Kon­fe­renz (KELK-Statut), zu deren Grün­dungs­mit­glie­dern die ELFK gehört.KELK Gründungstreffen