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Vorrede

Martin Luther allen treuen, frommen Pfarrern und Predigern Gnade, Barmherzigkeit und Frieden in Christus Jesus, unserm Herrn!

Diesen Katechismus oder christliche Lehre in eine solche kleine, schlichte, einfache Form zu bringen, hat mich die klagenswerte, elende Not gezwungen und gedrungen, die ich neulich erfahren habe, als ich auch Visitator war. Hilf, lieber Gott, wie viel Jammer habe ich da gesehen! Der ungelehrte Mann weiß doch gar nichts von der christlichen Lehre, besonders auf den Dörfern, und viele Pfarrer sind sehr ungeschickt und untüchtig zu lehren. Und doch wollen sie alle Christen sein, getauft sein und die heiligen Sakramente genießen, obwohl sie weder das Vaterunser noch das Glaubensbekenntnis oder die Zehn Gebote kennen, sondern sie leben dahin wie das liebe Vieh und wie unvernünftige Säue. Und jetzt, wo das Evangelium hingekommen ist, da haben sie fein gelernt, alle Freiheit meisterhaft zu missbrauchen!

O ihr Bischöfe! Wie wollt ihr es vor Christus verantworten, dass ihr das Volk so schändlich habt dahingehen lassen und euer Amt nicht einen Augenblick verwaltet? Dass euch dafür nicht alles Unglück treffe! Ihr verbietet den Kelch beim Abendmahl und legt Wert auf eure Menschengesetze, fragt aber nicht danach, ob sie das Vaterunser, das Glaubensbekenntnis, die Zehn Gebote oder irgendein Gotteswort kennen. Ach und Weh über euren Hals für ewig!

Darum bitte ich um Gottes willen euch alle, meine lieben Herren und Brüder, die ihr Pfarrer und Prediger seid: Nehmt euch eures Amtes von Herzen an und erbarmt euch über euer Volk, das euch anbefohlen ist, und helft uns, den Katechismus unter die Leute, besonders unter die Jugend, zu bringen. Wer es nicht besser vermag, der nehme dieses Hauptstück und Form vor sich und halte sie dem Volk vor, Wort für Wort, und zwar so:

1. Der Prediger hüte sich vor allen Dingen vor verschiedenen und unterschiedlich gestalteten Texten und Formen der Zehn Gebote, des Glaubensbekenntnisses, des Vaterunsers, der Sakramente usw.; er meide sie und nehme statt dessen eine Form, bei der er bleibe und dieselbe immer treibe, ein Jahr wie das andere. Denn das junge und einfache Volk muss man mit einem bestimmten Text und einer Form lehren. Sonst werden sie zu leicht irre, wenn man heute so und ein Jahr später anders lehrt, als wollte man's verbessern, und wird dabei alle Mühe und Arbeit vergeblich.

Das haben die lieben Väter auch wohl gesehen, die das Vaterunser, das Glaubensbekenntnis, die Zehn Gebote alle in einer Weise gebraucht haben. Darum sollen wir auch bei dem jungen und einfachen Volk diese Stücke so lehren, dass wir nicht eine Silbe verändern oder ein Jahr etwas anderes als das nächste vorhalten oder vorsprechen. Darum wähle dir, welche Form du willst, und dabei bleibe ewiglich. Wenn du aber bei den Gelehrten und Verständigen predigst, so kannst du deine Kunst beweisen und diese Stücke so vielgestaltig machen und so meisterhaft darstellen, wie du kannst. Aber bei dem jungen Volk bleibe bei einer festen, ewigen Form und Weise. Lehre sie für das allererste folgende Stücke: die Zehn Gebote, das Glaubensbekenntnis, das Vaterunser usw., nach dem Text, Wort für Wort, dass sie es auch so nachsprechen können und auswendig lernen.

Denen aber, die es nicht lernen wollen, sage man, wie sie dadurch Christus verleugnen und keine Christen sind. Sie sollen auch nicht zum Sakrament zugelassen werden, kein Kind als Paten zur Taufe tragen, auch kein Stück der christlichen Freiheit gebrauchen, sondern einfach dem Papst und seinen Beamten, dazu dem Teufel selbst überlassen bleiben. Dazu sollen ihnen die Eltern und Hausherren Essen und Trinken versagen und ihnen klarmachen, dass der Fürst solche leichtfertigen Leute aus dem Lande jagen wird.

2. Wenn sie den Text gut können, so lehre sie danach auch den Sinn, dass sie wissen, was es bedeutet. Und nimm dir dazu wieder die Weise dieser Hauptstücke vor oder sonst eine kurze gleichförmige Weise, welche du willst. Bleibe dabei und verändere sie in keiner Silbe, wie oben vom Text gesagt ist. Nimm dir dazu Zeit. Denn es ist nicht nötig, dass du alle Stücke auf einmal vornimmst, sondern eines nach dem anderen. Wenn sie das erste Gebot richtig verstehen, dann nimm das zweite vor und so weiter. Sonst werden sie überschüttet und behalten keines gut.

3. Wenn du sie nun diesen kurzen Katechismus gelehrt hast, dann nimm dir den Großen Katechismus und gib ihnen auch weiteres und reicheres Verständnis. Stelle dabei jedes Gebot, jede Bitte, jedes Stück heraus mit seinen verschiedenen Werken, Nutzen, Zweck, Gefahr und Schaden, wie du solches reichlich in vielen Büchern findest. Insbesondere treibe das Gebot und Stück am meisten, das bei deinem Volk am meisten Not bereitet. Zum Beispiel: Das 7.Gebot, vom Stehlen, musst du bei Handwerkern, Händlern, ja auch bei Bauern und Gehilfen kräftig treiben, denn bei diesen Leuten gibt es viel Veruntreuung und Diebstahl. Oder: Das 4.Gebot musst du bei den Kindern und bei dem einfachen Mann gut treiben, dass sie still, treu, gehorsam, friedfertig sind. Auch sollst du viele Beispiele aus der Schrift anführen, wo Gott solche Leute gestraft oder gesegnet hat. Insbesondere ermahne an dieser Stelle auch die Obrigkeit und die Eltern ernstlich, dass sie gut regieren und die Kinder zur Schule schicken. Zeige ihnen, dass sie solches zu tun schuldig sind, und wenn sie es nicht tun, welche verfluchte Sünde das ist. Denn sie stürzen und verwüsten damit Gottes und der Welt Reich als die ärgsten Feinde Gottes und der Menschen. Streiche heraus, was für einen grässlichen Schaden sie anrichten, wenn sie nicht helfen, Kinder zu Pfarrern, Predigern Schreibern usw. ausbilden zu lassen, dass Gott sie deshalb schrecklich strafen wird. Denn es ist jetzt nötig, davon zu predigen, weil die Eltern und die Obrigkeit hierin soviel sündigen, dass es nicht zu sagen ist. Der Teufel führt Schlimmes damit im Sinne.

4. Weil nun die Tyrannei des Papstes abgetan ist, so wollen sie nicht mehr zum Sakrament gehen und verachten es. Hier ist es nötig zu treiben, doch mit folgendem Verständnis: Wir sollen niemanden zum Glauben oder zum Sakrament zwingen, auch kein Gesetz, noch Zeit, noch Stätte bestimmen. Aber wir wollen so predigen, dass sie sich selbst, ohne unser Gesetz, drängen und geradezu uns Pfarrer zwingen, ihnen das Sakrament zu reichen. Das tut man, indem man ihnen sagt: Wer das Sakrament nicht sucht oder begehrt wenigstens etwa viermal im Jahr, bei dem ist zu befürchten, dass er das Sakrament verachtet und kein Christ ist. Genauso wie der kein Christ ist, der das Evangelium nicht glaubt oder nicht hört. Denn Christus spricht nicht: Solches lasset! oder: Solches verachtet!, sondern: »Solches tut«, spricht er.

Wenn aber jemand das Sakrament nicht hoch achtet, dann ist das ein Zeichen dafür, dass er keine Sünde, kein Fleisch, keinen Teufel, keine Welt, keinen Tod, keine Gefahr, keine Hölle kennt. Das heißt: Er glaubt keines davon, obwohl er bis über die Ohren darin steckt und zweifach dem Teufel verfallen ist. Andererseits bedarf er auch keiner Gnade, keines Lebens, Paradieses, Himmelreiches, Christus, Gottes, noch irgendetwas Guten. Denn wenn er glaubte, dass er so viel Böses an sich hätte und so viel Gutes nötig hätte, so würde er das Sakrament nicht so ungebraucht lassen, in dem solchem Übel abgeholfen und so viel Gutes gegeben wird. Man brauchte ihn auch mit keinem Gesetz zum Sakrament zu zwingen, sondern er würde selber gelaufen und gerannt kommen, sich selbst zwingen und dich treiben, dass du ihm das Sakrament geben müsstest.

Darum darfst du hier kein Gesetz aufstellen wie der Papst. Stelle gründlich heraus den Nutzen und Schaden, die Notwendigkeit und den Zweck, die Gefahr und das Heil in diesem Sakrament, dann werden sie gewiss selbst kommen ohne dein Zwingen. Kommen sie aber nicht, so lass sie gehen und sage ihnen, dass sie des Teufels sind, da sie ihre große Not und Gottes gnädige Hilfe nicht achten noch fühlen. Wenn du aber solches nicht treibst oder machst ein Gesetz oder Gift daraus, so ist es deine Schuld, dass sie das Sakrament verachten. Wie sollten sie auch nicht faul sein, wenn du schläfst oder schweigst?

Darum sieh darauf, Pfarrer und Prediger, unser Amt ist nun anders geworden, als es unter dem Papst war. Es ist jetzt ernst und heilsam geworden. Darum bringt es nun viel mehr Mühe und Arbeit, Gefahr und Anfechtung, dazu wenig Lohn und Dank in der Welt. Christus aber will selbst unser Lohn sein, wenn wir in Treue arbeiten. Dazu helfe uns der Vater aller Gnade! Dem sei Lob und Dank in Ewigkeit durch Christus, unsern Herrn. Amen.

Erstes Hauptstück

Die Zehn Gebote

Erstes Gebot

Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst nicht andere Götter haben neben mir.

Was heißt das?

Wir sollen Gott über alle Dinge fürchten, lieben und vertrauen.

Zweites Gebot

Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht unnütz gebrauchen, denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.

Was heißt das?

Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir bei seinem Namen nicht fluchen, schwören, zaubern, lügen oder trügen, sondern denselben in allen Nöten anrufen, beten, loben und danken.

Drittes Gebot

Du sollst den Feiertag heiligen.

Was heißt das?

Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir die Predigt und sein Wort nicht verachten, sondern dasselbe heilig halten, gerne hören und lernen.

Viertes Gebot

Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass dir's wohlgehe und du lange lebst auf Erden.

Was heißt das?

Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsere Eltern und Herren nicht verachten noch erzürnen, sondern sie in Ehren halten, ihnen dienen, gehorchen, sie lieb und wert haben.

Fünftes Gebot

Du sollst nicht töten.

Was heißt das?

Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unserm Nächsten an seinem Leibe keinen Schaden noch Leid tun, sondern ihm helfen und beistehen in allen Lebensnöten.

Sechstes Gebot

Du sollst nicht ehebrechen.

Was heißt das?

Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir keusch und zuchtvoll leben in Worten und Werken und in der Ehe einander lieben und ehren.

Siebentes Gebot

Du sollst nicht stehlen.

Was heißt das?

Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsers Nächsten Geld oder Gut nicht nehmen noch mit falscher Ware oder Handel an uns bringen, sondern im sein Gut und Nahrung bessern und behüten helfen.

Achtes Gebot

Du sollst nicht falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten.

Was heißt das?

Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsern Nächsten nicht aus Falschheit belügen, verraten, verleumden oder hinter seinem Rücken reden, sondern sollen ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum Besten kehren.

Neuntes Gebot

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.

Was heißt das?

Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unserm Nächsten nicht mit List nach seinem Erbe oder Hause trachten, noch mit einem Anschein von Recht an uns bringen, sondern ihm dasselbe zu behalten förderlich und dienlich sein.

Zehntes Gebot

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Vieh oder alles, was sein ist.

Was heißt das?

Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsers Nächsten Frau, Gehilfen oder Vieh nicht ausspannen, abwerben oder abspenstig machen, sondern dieselben anhalten, dass sie bleiben und tun, was sie schuldig sind.

Schluss der Gebote

Was sagt nun Gott von diesen Geboten allen?.

Er sagt: Ich, der Herr, dein Gott, bin ein starker, eifernder Gott, der an denen, die mich hassen, die Sünde der Väter heimsucht bis zu den Kindern im dritten und vierten Glied aber denen, die mich lieben und meine Gebote halten, tue ich wohl bis in tausend Glied.

Was heißt das?

Gott droht zu strafen alle, die diese Gebote übertreten; darum sollen wir uns fürchten vor seinem Zorn und nicht gegen diese Gebote tun. Er verheißt aber Gnade und alles Gute allen, die diese Gebote halten. Darum sollen wir ihn auch lieben und vertrauen und gerne tun nach seinen Geboten.

Zweites Hauptstück

Das Glaubensbekenntnis

1. Artikel: Die Schöpfung

Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Was heißt das?

Ich glaube, dass mich Gott geschaffen hat samt allen Kreaturen, mir Leib und Seele, Augen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und noch erhält; dazu Kleider und Schuh, Essen und Trinken, Haus und Hof, Frau und Kind, Acker, Vieh und alle Güter; mit allem, was not tut für Leib und Leben, mich reichlich und täglich versorgt, in allen Gefahren beschirmt und vor allem Übel behütet und bewahrt; und das alles aus lauter väterlicher, göttlicher Güte und Barmherzigkeit, ohne alle mein Verdienst und Würdigkeit. Für das alles ich ihm zu danken, zu loben, zu dienen und gehorsam zu sein schuldig bin. Das ist gewisslich wahr.

2. Artikel: Die Erlösung

Und (ich glaube) an Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben; niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Was heißt das?

Ich glaube, dass Jesus Christus, wahrhaftiger Gott, vom Vater in Ewigkeit geboren, und auch wahrhaftiger Mensch, von der Jungfrau Maria geboren, sei mein Herr, der mich verlornen und verdammten Menschen erlöst hat, erworben und gewonnen von allen Sünden, vom Tod und von der Gewalt des Teufels, nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben; damit ich sein eigen sei und in seinem Reich unter ihm lebe und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit, gleichwie er ist auferstanden vom Tode, lebt und regiert in Ewigkeit. Das ist gewisslich wahr.

3.Artikel: Die Heiligung

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche: die Gemeinde der Heiligen; Vergebung der Sünden, Auferstehung des Leibes und das ewiges Leben. Amen.

Was heißt das?

Ich glaube, dass ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Christus, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann; sondern der Heilige Geist hat mich durch das Evangelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben geheiligt und erhalten; gleichwie er die ganze Christenheit auf Erden beruft, sammelt, erleuchtet, heiligt und bei Jesus Christus erhält im rechten, einigen Glauben; in welcher Christenheit er mir und allen Gläubigen täglich alle Sünden reichlich vergibt und am Jüngsten Tage mich und alle Toten auferwecken wird und mir samt allen Gläubigen in Christus ein ewiges Leben geben wird. Das ist gewisslich wahr.

Drittes Hauptstück

Das Vaterunser

Die Anrede

Vater unser im Himmel.

Was heißt das?

Gott will uns damit locken, dass wir glauben sollen, er sei unser rechter Vater und wir seine rechten Kinder, damit wir getrost und mit aller Zuversicht ihn bitten sollen, wie die lieben Kinder ihren lieben Vater.

1. Bitte

Geheiligt werde dein Name.

Was heißt das?

Gottes Name ist zwar an sich selbst heilig; aber wir bitten in diesem Gebet, dass er auch bei uns heilig werde.

Wie geschieht das?

Wo das Wort Gottes lauter und rein gelehrt wird und wir auch heilig als die Kinder Gottes danach leben. Dazu hilf uns, lieber Vater im Himmel! Wer aber anders lehrt und lebt, als das Wort Gottes lehrt, der entheiligt unter uns den Namen Gottes. Davor behüte uns, lieber himmlischer Vater!

2. Bitte

Dein Reich komme.

Was heißt das?

Gottes Reich kommt zwar ohne unser Gebet von sich selbst, aber wir bitten in diesem Gebet, dass es auch zu uns komme.

Wie geschieht das?

Wenn der himmlische Vater uns seinen Heiligen Geist gibt, dass wir seinem heiligen Wort durch seine Gnade glauben und danach leben hier zeitlich und dort ewiglich.

3. Bitte

Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Was heißt das?

Gottes guter, gnädiger Wille geschieht zwar ohne unser Gebet; aber wir bitten in diesem Gebet, dass er auch bei uns geschehe.

Wie geschieht das?

Wenn Gott allem bösen Rat und Willen bricht und hindert, die uns den Namen Gottes nicht heiligen und sein Reich nicht kommen lassen wollen, wie es ist des Teufels, der Welt und unsers Fleisches Wille, sondern stärkt und behält uns fest in seinem Wort und Glauben bis an unser Ende. Das ist sein gnädiger und guter Wille.

4. Bitte

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Was heißt das?

Gott gibt tägliches Brot zwar auch ohne unsere Bitte allen bösen Menschen; aber wir bitten in diesem Gebet, dass er's uns erkennen lasse und mit Danksagung empfangen unser tägliches Brot.

Wie geschieht das?

Alles, was not tut für Leib und Leben, wie Essen, Trinken, Kleider, Schuh, Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld, Gut, fromme Eheleute, fromme Kinder, fromme Gehilfen, fromme und treue Oberherren, gute Regierung, gutes Wetter, Friede, Gesundheit, Zucht, Ehre, gute Freunde, treue Nachbarn und dergleichen.

5. Bitte

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Was heißt das?

Wir bitten in diesem Gebet, dass der Vater im Himmel nicht ansehen wolle unsere Sünden und um ihretwillen solche Bitten nicht versagen; denn wir sind nichts von dem wert, was wir bitten, haben's auch nicht verdient; sondern er wolle es uns alles aus Gnaden geben, weil wir täglich viel sündigen und nichts als Strafe verdienen. So wollen wir wiederum auch herzlich vergeben und gerne wohl tun denen, die sich an uns versündigen.

6. Bitte

Und führe uns nicht in Versuchung.

Was heißt das?

Gott versucht zwar niemand; aber wir bitten in diesem Gebet, dass uns Gott wolle behüten und erhalten, damit uns der Teufel, die Welt und unser Fleisch nicht betrüge noch verführe in Missglauben, Verzweiflung und andere große Schande und Laster; und wenn wir damit angefochten würden, dass wir doch endlich gewinnen und den Sieg behalten.

7. Bitte

Sondern erlöse uns von dem Bösen.

Was heißt das?

Wir bitten in diesem Gebet zusammenfassend, dass uns der Vater im Himmel vom Bösen und allem Übel an Leib und Seele, Gut und Ehre erlöse und zuletzt, wenn unser Stündlein kommt, ein seliges Ende beschere und mit Gnaden von diesem Jammertal zu sich nehme in den Himmel.

Schluss

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Was heißt das?

Dass ich soll gewiss sein, solche Bitten sind dem Vater im Himmel angenehm und schon erhört; denn er selbst hat uns geboten, so zu beten, und verheißen, dass er uns wolle erhören. Amen, Amen, das heißt: Ja, ja, es soll so geschehen.

Viertes Hauptstück

Die Taufe

1. Was ist die Taufe?

Die Taufe ist nicht allein schlicht Wasser, sondern sie ist das Wasser in Gottes Gebot gefasst und mit Gottes Wort verbunden.

Welches ist denn dies Wort Gottes?

Unser Herr Christus spricht bei Matthäus im letzten Kapitel: »Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe« (Mt 28,19f).

2. Was gibt und nützt die Taufe?

Sie wirkt Vergebung der Sünden, erlöst vom Tod und Teufel und gibt die ewige Seligkeit allen, die es glauben, wie die Worte und Verheißungen Gottes lauten.

Welches sind diese Worte und Verheißungen Gottes?

Unser Herr Christus spricht bei Markus im letzten Kapitel: »Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden« (Mk 16,16).

3. Wie kann Wasser solche großen Dinge tun?

Wasser tut's freilich nicht, sondern das Wort Gottes, das mit und bei dem Wasser ist, und der Glaube, der diesem Wort Gottes im Wasser traut. Denn ohne Gottes Wort ist das Wasser schlicht Wasser und keine Taufe; aber mit dem Worte Gottes ist es eine Taufe, das heißt, ein gnadenreiches Wasser des Lebens und ein Bad der neuen Geburt im Heiligen Geist, wie Paulus sagt zu Titus im dritten Kapitel: »Gott macht uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist, den er ausgegossen hat über uns reichlich durch Jesus Christus, unsern Heiland, damit wir durch dessen Gnade gerecht seien und Erben des ewigen Lebens nach der Hoffnung. Das ist gewisslich wahr« (Tit 3,5-8*).

4. Was bedeutet denn dies Wassertaufen?

Es bedeutet, dass der alte Adam in uns durch tägliche Reue und Buße soll ersäuft werden und sterben mit allen Sünden und bösen Lüsten, und wiederum täglich herauskommen und auferstehen ein neuer Mensch, der in Gerechtigkeit und Reinheit vor Gott ewig lebe.

Wo steht das geschrieben?

Der Apostel Paulus spricht zu den Römern im sechsten Kapitel: »Wir sind mit Christus durch die Taufe begraben in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln« (Röm 6,4).

Fünftes Hauptstück

Das Amt der Schlüssel

1. Was ist das Amt der Schlüssel?

Das Amt der Schlüssel ist die besondere Vollmacht, die Christus seiner Kirche auf Erden gegeben hat, den bußfertigen Sündern die Sünde zu vergeben, den unbußfertigen aber die Sünde zu behalten, solange sie nicht Buße tun.

Wo steht das geschrieben?

Unser Herr Christus spricht zu Petrus: »Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben: Alles, was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein; und alles, was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein« (Mt 16,19). Ebenso spricht der Herr zu allen Jüngern: »Nehmt hin den Heiligen Geist! Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten« (Joh 20,22f).

Was glaubst du bei diesen Worten?

Ich glaube: Was die berufenen Diener Christi aus seinem göttlichen Befehl mit uns handeln – auch dann, wenn sie die öffentlichen und unbußfertigen Sünder von der christlichen Gemeinde ausschließen und die, die ihre Sünde bereuen und sich bessern wollen, wieder lossprechen -, das ist ebenso kräftig und gewiss auch im Himmel, als handelte unser lieber Herr Christus selber an uns.

2. Was ist die Beichte?

Die Beichte besteht aus zwei Stücken: das erste, dass man seine Sünden bekenne, das zweite, dass man die Absolution oder Vergebung vom Beichtvater empfange als von Gott selbst und ja nicht daran zweifle, sondern fest glaube, die Sünden sind dadurch vergeben vor Gott im Himmel.

Welche Sünden soll man beichten?

Vor Gott soll man sich aller Sünden schuldig geben, auch die wir nicht erkennen, wie wir im Vaterunser tun; aber vor dem Beichtvater sollen wir allein die Sünden bekennen, die wir wissen und fühlen im Herzen.

Welche sind das?

Da sieh deinen Stand an nach den Zehn Geboten, ob du Vater, Mutter, Sohn, Tochter bist; in welchem Beruf und Dienst du stehst; ob du ungehorsam, untreu oder faul, zornig, zuchtlos oder streitsüchtig gewesen bist; ob du jemand Leid angetan hast mit Worten oder Werken; ob du etwas gestohlen, versäumt, vernachlässigt oder Schaden getan hast.

Sechstes Hauptstück

Das Sakrament des Altars

1. Was ist das Sakrament des Altars?

Es ist der wahre Leib und Blut unseres Herrn Jesus Christus, unter dem Brot und Wein uns Christen zu essen und zu trinken von Christus selbst eingesetzt.

Wo steht das geschrieben?

So schreiben die heiligen Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und der Apostel Paulus: »Unser Herr Jesus Christus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach's und gab's seinen Jüngern und sprach: Nehmet hin und esset, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte und gab ihnen den und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus; dieser Kelch ist das Neue Testament in meinem Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Solches tut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis.«

2. Was nützt denn dies Essen und Trinken?

Das zeigen uns die Worte: »für euch gegeben« und »vergossen zur Vergebung der Sünden«; nämlich, dass uns im Sakrament Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit durch solche Worte gegeben wird. Denn wo Vergebung der Sünden ist, da ist auch Leben und Seligkeit.

3. Wie kann leibliches Essen und Trinken solche großen Dinge tun?

Essen und Trinken tut's freilich nicht, sondern die Worte, die da stehen: »für euch gegeben« und »vergossen zur Vergebung der Sünden«. Diese Worte sind neben dem leiblichen Essen und Trinken das Hauptstück im Sakrament; und wer diesen Worten glaubt, der hat, was sie sagen und wie sie lauten, nämlich: Vergebung der Sünden.

4. Wer empfängt denn dies Sakrament würdig?

Fasten und leiblich sich bereiten ist zwar eine feine äußerliche Ordnung; aber der ist recht würdig und wohl geschickt, der den Glauben hat an diese Worte: »für euch gegeben« und »vergossen zur Vergebung der Sünden«. Wer aber diesen Worten nicht glaubt oder zweifelt, der ist unwürdig und ungeschickt. Denn das Wort »Für euch« fordert nichts als gläubige Herzen.

Siebtens

Gebete

Luthers Morgensegen

Am Morgen, wenn du aufstehst, kannst du dich mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes segnen und sagen:

»Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen«

Danach kannst du kniend oder stehend das Vaterunser beten oder auch dieses Gebet sprechen:

»Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, dass du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, dass dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände; dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.«

Und dann geh mit Freuden an deine Arbeit und singe vielleicht ein Lied (z.B. »Dies sind die heilgen zehn Gebot«) oder was sonst deiner Andacht dient.

Luthers Abendsegen

Am Abend, wenn du zu Bett gehst, kannst du dich mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes segnen und sagen:

»Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen«

Danach kannst du kniend oder stehend das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser beten oder auch dieses Gebet sprechen:

»Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, dass du mich diesen Tag gnädig behütet hast; und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünden, wo ich unrecht getan habe, und mich diese Nacht gnädig behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände; dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.«

Und dann flugs und fröhlich geschlafen.

Bittgebete vor dem Essen

Die ganze Familie soll mit gefalteten Händen gemeinsam beten:

»Aller Augen warten auf dich, Herr, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, mit Wohlgefallen« (Ps 145,15f*).

Danach kann man das Vaterunser und folgendes Gebet sprechen:

»Herr Gott, himmlischer Vater, segne uns und diese deine Gaben, die wir von deiner milden Güte zu uns nehmen, durch Jesus Christus, unsern Herrn! Amen.«

Achtens

Haustafel

Einige Ermahnungen der Heiligen Schrift für verschiedene Berufe, Ämter und Pflichten in Kirche, Staat und Familie:

1. Für Bischöfe, Pfarrer und Prediger

Ein Bischof soll unbescholten sein, eines Weibes Mann, nüchtern, maßvoll, besonnen, gastfrei, lehrtüchtig, kein Säufer, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig, kein unehrliches Gewerbe treiben; einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat in aller Ehrbarkeit ... nicht ein Neuling ... Er halte sich an das Wort, das gewiss ist und lehren kann, damit er Kraft habe, zu ermahnen durch die heilsame Lehre und zurechtzuweisen, die widersprechen (1Tim 3,2-4.6*; Tit 1,7.9).

2. Für die Zuhörer, was sie ihren Lehrern und Seelsorgern schuldig sind

Esst und trinkt, was man euch gibt; denn ein Arbeiter ist eines Lohnes wert (Lk 10,7).

Der Herr hat befohlen: die das Evangelium verkündigen, sollen sich vom Evangelium nähren (1Kor 9,14).

Wer unterrichtet wird im Wort, der gebe dem, der ihn unterrichtet, Anteil an allem Guten. Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten (Gal 6,6f).

Die Ältesten, die gut vorstehen, die halte man zweifacher Ehre wert, besonders die sich mühen im Wort und in der Lehre. Denn die Schrift sagt: »Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden«; und: »Ein Arbeiter ist seines Lohnes wert« (1Tim 5,17f).

Wir bitten euch aber, liebe Brüder, erkennt, die an euch arbeiten und euch vorstehen im Herrn und euch ermahnen; habt sie um so lieber um ihres Werkes willen. Haltet Frieden untereinander (1Thess 5,12f*).

Gehorcht euren Lehrern und folgt ihnen, denn sie wachen über eure Seelen – und dafür müssen sie Rechenschaft geben –, damit sie das mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn das wäre nicht gut für euch (Hebr 13,17).

3. Über die Obrigkeit

Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Wer sich nun der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt Gottes Ordnung; die aber widerstreben, werden über sich ein Urteil empfangen ... Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe über den, der Böses tut (Röm 13,1.2.4*).

4. Für die Untergebenen

Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist (Mt 22,21)!

Darum ist es notwendig, sich unterzuordnen, nicht allein um der Strafe, sondern auch um der Gewissen willen. Deshalb müsst ihr auch Steuern zahlen; denn sie sind Gottes Diener, in diesem Dienst beständig tätig. So gebt nun jedem, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer gebührt; Zoll, dem der Zoll gebührt; Furcht, dem die Furcht gebührt; Ehre, dem die Ehre gebührt (Röm 13,5-7*).

So ermahne ich nun, dass man zuallererst tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige und für alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit. Dies ist gut und gefällt Gott, unserm Heiland (1Tim 2,1-3*).

Erinnere sie, dass sie den Herrschenden und der Obrigkeit untertan und gehorsam seien, zu allem guten Werk bereit (Tit 3,1*).

Seid untertan aller menschlichen Ordnung um des Herrn willen, es sei dem König als dem Obersten oder seinen Stellvertretern als denen, die von ihm gesandt sind zur Bestrafung der Übeltäter und zum Lob derer, die Gutes tun (1Petr 2,13f*).

5. Für die Ehemänner

Ihr Männer, wohnt bei euren Frauen mit Vernunft und gebt ihnen als dem schwächeren Teil ihre Ehre als solchen, die auch Miterben der Gnade des Lebens sind, damit eure Gebete nicht behindert werden (1Petr 3,7*).

Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie (Kol 3,19).

6. Für die Ehefrauen

Ihr Frauen sollt euch euren Männern unterordnen als dem Herrn, wie Sara Abraham gehorsam war und nannte ihn »Herr«, deren Töchter ihr geworden sied, wenn ihr Gutes tut und euch vor keiner Einschüchterung fürchtet (1Petr 3,1.6*; Eph 5,22).

7. Für die Eltern

Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, damit sie nicht scheu werden, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn (Eph 6,4; Kol 3,21).

8. Für die Kinder

Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist recht. »Ehre Vater und Mutter«, das ist das erste Gebot, das eine Verheißung hat: »auf dass dir's wohl gehe und du lange lebest auf Erden« (Eph 6,1-3).

9. Für Knechte, Mägde und Arbeiter

Ihr Knechte, seid gehorsam euren irdischen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfalt eures Herzens, als dem Herrn Christus; nicht mit Dienst allein vor Augen, um den Menschen zu gefallen, sondern als Knechte Christi, die den Willen Gottes tun von Herzen. Tut euren Dienst mit gutem Willen als dem Herrn und nicht den Menschen; denn ihr wisst: Was ein jeder Gutes tut, das wird er vom Herrn empfangen, er sei Knecht oder Freier (Eph 6,5-8*).

10. Für die Vorgesetzten

Ihr Herren, tut ihnen gegenüber das gleiche und lasst das Drohen; denn ihr wisst, dass euer und ihr Herr im Himmel ist, und bei ihm gilt kein Ansehen der Person (Eph 6,9).

11. Für die Jugend

Ihr Jüngeren, ordnet euch den Ältesten unter. Alle aber miteinander haltet fest an der Demut; denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit (1Petr 5,5f).

12. Für Witwen und Alleinstehende

Das ist eine rechte Witwe, die allein steht, die ihre Hoffnung auf Gott setzt und beharrlich fleht und betet Tag und Nacht. Eine aber, die ausschweifend lebt, ist lebendig tot (1Tim 5,5f).

13. Für die Gemeinde

»Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.« In diesem Wort sind alle Gebote zusammengefasst (Röm 13,9; Gal 5,14).

Und haltet an mit Beten für alle Menschen (1Tim 2,1).

Ein jeder lern sein Lektion, dann wird es wohl im Hause stohn!