Prof. Peter Hauptmann heimgerufen

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In der Nacht nach dem Tri­ni­ta­tis­fest (23. Mai 2016) ist in Über­lin­gen am Boden­see Pro­fes­sor a.D. Peter Haupt­mann im Alter von 88 Jah­ren heim­ge­ru­fen wor­den. Er stamm­te aus Chem­nitz, wo er am 25.3.1928 gebo­ren wur­de. Er stu­dier­te 1947–1953 in Ber­lin, Ros­tock und Müns­ter Theo­lo­gie. 1953 pro­mo­vier­te er in Müns­ter mit einer Arbeit über die Alt­gläu­bi­gen in der Rus­sisch-Ortho­do­xen Kir­che. Anschlie­ßend war er unter W. Hopf als Leh­rer am Bleck­ma­rer Mis­si­ons­haus tätig und wur­de am 4.12.1955 durch Sup. Mar­tin in Roden­berg zum hei­li­gen Pre­digt­amt ordi­niert.

1958 kam er an die Uni­ver­si­tät Müns­ter, wo er 1968 mit einer Arbeit über „Die Kate­chis­men der Ost­kir­che“ habi­li­tiert wur­de. 1971 wur­de er Pro­fes­sor und lei­te­te jah­re­lang das Ost­kir­chen­in­sti­tut in Müns­ter. 1990 trat er in den Ruhe­stand. Beson­ders am Her­zen lag ihm die Geschich­te der luthe­ri­schen Frei­kir­chen. 2009 konn­te er nach jah­re­lan­ger Arbeit einen Band mit Zita­ten aus den Schrif­ten Johann  Gott­fried Schei­bels her­aus­ge­ben, der als Grün­der der Alt­lu­the­ri­schen Kir­che in Preu­ßen gilt  („Vom inners­ten Wesen des Chris­ten­tums“, Aus­zü­ge aus den Schrif­ten des Bres­lau­er Luthe­ra­ners, Göt­tin­gen 2009; vgl. THI-Jahr­gang 2009).

1996 erklär­te Prof. Haupt­mann sei­nen Aus­tritt aus der SELK, weil er nicht län­ger bereit war, ihren theo­lo­gi­schen Weg zu unter­stüt­zen. Er schloss sich nach einem Kol­lo­qui­um der Ev.-Luth. Frei­kir­che an. Regel­mä­ßig besuch­te er unse­re Pas­to­ral­kon­fe­ren­zen und Syn­oden und half mit sei­nem Rat. Unter ande­rem hielt er im Ruhe­stand mehr­fach noch Gast­vor­le­sun­gen am Luthe­ri­schen Theo­lo­gi­schen Semi­nar in Leip­zig.

In der Dia­spo­ra­ar­beit der ELFK in Süd­deutsch­land unter­stütz­te er die Ver­brei­tung von luthe­ri­scher Leh­re im Alpen­raum und trug durch sei­ne Anre­gun­gen und groß­zü­gi­gen Spen­den maß­geb­lich zur Anschaf­fung und Ein­rich­tung eines Gemein­de­zen­trums in Wangen/Allgäu bei. Am Sonn­tag nach Ostern konn­te er zum letz­ten Mal zu einem Got­tes­dienst nach Über­lin­gen ein­la­den, wo er im Ruhe­stand leb­te.

Er darf nun schau­en, was er geglaubt hat. Das ewi­ge Licht leuch­tet ihm! Wir sind dank­bar für alles, was uns Gott durch ihn geschenkt hat.

Die Beer­di­gung von Prof. Haupt­mann fin­det am 1. Juni 2016 um 13:00 Uhr auf dem Fried­hof in Über­lin­gen statt.

G. Herr­mann

Eine Antwort auf Prof. Peter Hauptmann heimgerufen

  1. Manfred Kellert sagt:

    Gott, Du rich­test uns nicht nach unse­ren Taten — aus Gna­den, allein der Glau­be an die Ver­ge­bung durch Dei­nen lie­ben Sohn Jesus Chris­tus genügt.
    Die Bot­schaft fest zu ver­brei­ten war unse­rem heim­ge­gan­gen Glau­bens­bru­der sicht­bar ein gro­ßes Anlie­gen. Als Gemein­de­glied der Pau­lus­ge­mein­de in Süd­deutsch­land will ich mei­nen Dank für sei­ne Unter­stüt­zun­gen aus­spre­chen, wel­che wir im Erhalt unse­rer Gemein­de und beim Ein­rich­ten des Gemein­de­zen­trums Wangen/Allgäu von ihm erhiel­ten.

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