Andacht vom: 21.08.2019

Andacht hören:


Lesung: Matthäus 10,34-42

Andachtsvers: "Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert." (Matthäus 10,37)

Wenn wir diese Worte hören, wollen wir bedenken: Es sind nicht die Jünger Jesu, nicht die Christen, die den Kampf suchen sollen und es zur Feindschaft in Familien kommen lassen sollen. Soweit es an uns liegt, wollen wir Frieden halten und darauf achten, dass wir mit allen Mitmenschen in Eintracht leben (Römer 12,18). Wenn wir aber von anderen vor die Wahl gestellt werden - entweder Jesus oder der andere -, dann sollten wir genau wissen, wohin wir gehören. Unser Platz ist an der Seite Jesu! Christsein heißt: Klar Stellung beziehen. Bedenken wir einmal, in wie vielen Bereichen unseres Alltags diese Entscheidung nötig sein kann: Familie oder Gottesdienst? Familie oder Tischgebet? Werden die Kinder christlich erzogen oder nicht? In diesen Zwiespalt sieht sich mancher Christ gestellt, vor allem dann, wenn er nicht mit seiner ganzen Familie in der Nachfolge Jesu lebt. Jesus redet ganz bewusst auch von Schwiegertöchtern und Schwiegermüttern. Damit macht er deutlich, dass es sich für einen Christen schon bei der Wahl des zukünftigen Ehepartners entscheidet, ob er mit seiner zukünftigen Familie im Frieden leben kann. Ein solcher Frieden wird da möglich, wo beide Ehepartner gemeinsam auf demselben Weg sind, nämlich auf dem Weg der Nachfolge Jesu. Hier sind auch die christlichen Eltern gefragt, ihre Kinder auf diesen Punkt aufmerksam zu machen. Und selbst da, wo verwitwete Christen noch einmal einen Menschen kennen- und liebenlernen, ist es wichtig, dass Jesus in dieser Beziehung nicht außen vor bleibt, sondern mit seinem Trost und seinem Frieden dabei ist.

Lasst uns beten:
Herr, bitte erhalte unseren Familien deinen Frieden. Wo er in Gefahr ist, da hilf uns zu einem friedfertigen Geist. Amen.
Lied: 400
Pf. Jörg Kubitschek