Andacht vom Freitag, den 17. Januar 2020



Lesung: Markus 3,20-30

Andachtsvers: "Wahrlich ich sage euch: Alle Sünden werden den Menschenkindern vergeben; ... wer aber den Heiligen Geist lästert, der hat keine Vergebung in Ewigkeit, sondern ist ewiger Sünde schuldig." (Markus 3,28+29)

Ralf ist traurig. Er hatte seinen Eltern versprochen, seinen Bruder Benjamin nicht mehr zu ärgern. Doch dann kam es so schlimm, dass Benjamin jetzt eine Platzwunde am Kopf hat, weil Ralf ihm den Stuhl weggezogen hatte, als er sich setzen wollte. Ralf hat Angst. Werden ihn Mutti und Vati noch weiter liebhaben? Er wollte doch nicht, dass sich Benjamin verletzt. Es sollte alles nur ein Spaß sein. Ralf darf aufatmen. Seine Eltern haben zwar geschimpft und ihn bestraft, aber selbstverständlich haben sie ihre beiden Jungs lieb - auch Ralf. Hast du dich jetzt auch in Ralf wiedergefunden? So wie er seinen Eltern versprochen hatte, Benjamin nicht mehr zu ärgern, versprechen auch wir Gott in der allgemeinen Beichte im Gottesdienst Besserung. Und wie Ralf dürfen wir erfahren, dass uns unser himmlischer Vater selbst dann weiter liebhat, wenn wir unser Versprechen nicht gehalten haben. Jesus bekräftigt dir mit einem betont vorangestellten "Wahrlich!" die wunderbare Tatsache der Vergebung deiner Sünden! Und doch schließt er eine Sünde aus: Die Lästerung gegen den Heiligen Geist. Schon mancher hat sich darum gesorgt, diese Sünde selbst begangen zu haben. Kennst du diese Gedanken auch? Dann lass dich trösten! Solange du über deine Sünde erschrocken bist und bei Jesus Christus Vergebung suchst, hast du nicht gegen den Heiligen Geist gelästert. Schließlich lässt er dich doch auf Christus vertrauen. Gegen ihn lästert, wer wider besseres Wissen in Jesus nicht mehr seinen Retter sieht und darum auch keine Vergebung bei ihm sucht.

Lasst uns beten:
Lieber Vater im Himmel, bitte bewahre mich zeitlebens vor dieser schweren Sünde. Danke, dass du mich liebst und mir täglich meine Sünden reichlich vergibst. Amen.
Lied: 292
Pfarrer Michael Herbst
Andacht hören: