Andacht vom Montag, den 16. Dezember 2019



Lesung: Jesaja 49,1-6

Andachtsvers: "Ich habe dich zum Licht der Heiden gemacht, dass du seist mein Heil bis an die Enden der Erde." (Jesaja 49,6b)

Es herrscht Dunkelheit in diesen Tagen. Darum sind wir dankbar für jeden noch so kleinen Lichtstrahl, der unsere Wohnungen heller und unsere Herzen wärmer macht. Doch was, wenn der Schein trügt? Wenn Kerzenschein und hell erleuchtete Innenstädte und all die Glitzerbuden auf dem Weihnachtsmarkt nichts ändern können an der Finsternis in unseren Herzen; an der Kälte, die uns umgibt? Gerade in diesen Tagen sehnen sich viele nach Wärme und Geborgenheit und Frieden. Und gerade jetzt sind Stress und Hektik besonders spürbar. Was können die freien Tage um Weihnachten schon ändern an dem Hamsterrad, das sich bald wieder dreht? In diese Dunkelheit unserer in Sünde gefallenen Welt lässt Gott sein gnadenreiches Licht hineinstrahlen. Er verheißt Rettung. Er selber kommt uns zu Hilfe. Er wird unser Erlöser. So wie damals die Hirten von Bethlehem von Gottes Herrlichkeit umstrahlt wurden, so strahlt Gottes Verheißung auch in unser Leben hinein. Der Prophet Jesaja sang schon Jahrhunderte vorher ein Lied von diesem Licht. Er nennt den Heiland den "Knecht Gottes", der nicht nur für die Menschen damals Rettung bringen würde. Er soll auch das "Licht der Heiden" sein - der Heiland aller Menschen (1Timotheus 4,10). Und du weißt, wie er heißt: Jesus Christus, das Licht der Welt (Johannes 8,12). Er, der Sohn Gottes, kam in unsere Welt als Versöhnung für unsere Sünden. Und nicht allein für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt (1Johannes 2,2). Darum dürfen es alle hören. Sag es getrost weiter: "Mache dich auf, werde licht, denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir" (Jesaja 60,1).

Lasst uns beten:
Danke, Herr Jesus, "beglänzt von deinem Licht, hält mich kein Dunkel mehr", denn von dir selbst kam - auch für mich - die Rettung her! Amen.
Lied: 4
Pfarrer Andreas Drechsler
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