Andacht vom: 22.10.2018

Lesung: Offenbarung 4,1-11

Andachtsvers: "Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen." (Offenbarung 4,11)

Johannes durfte in den Thronsaal Gottes blicken. Unendlichen Reichtum, Macht, Weisheit und vor allem Heiligkeit sah er hier. Stimmen, Donner und Blitz sah und hörte er. Es muss erschreckend und doch beeindruckend für den einfachen Mann gewesen sein, diese Bilder vor seinem Auge aufsteigen zu sehen. Was aber bedeutete das alles? Johannes sah, dass der ewige Gott nicht still durch einen Garten wandelt oder als ein alter, lebenssatter Mann vor sich hin grübelt. Nein, im Thronsaal Gottes herrscht emsiges Treiben. Gott regiert die Welt! Er lässt seine Stimme hören, von Blitz und Donner begleitet, die auch wir mit unseren Augen sehen und mit unseren Ohren hören dürfen. Mit Macht regiert er die Welt, Besonders eindrücklich ist das Bild von den vier Gestalten, die wie ein Löwe, ein Stier, ein Mensch und ein Adler aussehen. Bis heute sind diese Bilder Symbole für die vier Evangelisten Matthäus (Engel), Markus (Löwe), Lukas (Stier) und Johannes (Adler). Damit ist dargestellt, was vor allem vom Thron Gottes in die Welt hinausgeht: Das Wort Gottes! Getrieben vom Geist Gottes erklingt das rettende Evangelium in aller Welt. Von ihm kommt dieses Wort und es wirkt in seiner Macht an den Herzen der Menschen! Bei allem Prunk aus Gold und Edelsteinen, die Johannes im Thronsaal Gottes sehen durfte, ist das doch das Wunderbarste und Schönste, was wir für uns aus seinem Bericht mitnehmen dürfen: All die Herrlichkeit, die bei Gott zu sehen und zu finden ist, dürfen auch wir einmal sehen, weil unser Vater im Himmel unsere Herzen mit seinem Geist erfüllt hat. Und darum wollen wir ihm schon heute mit allen Engeln im Himmel unser Lob sagen:

Lasst uns beten:
Herr, "dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit". Amen.
Lied: 458
Pf. Jörg Kubitschek

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