Andacht vom: 17.10.2017

Lesung: Lukas 18,9-17

Andachtsvers: "Wer nicht das Reich Gottes annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen." (Lukas 18,17)

Wie komme ich in den Himmel? Wie kann ich gewiss sein, dass Gott mich liebhat und mit mir zufrieden ist? Diese Frage ist die wichtigste im Leben eines Menschen. Die Antwort: In den Himmel kommt derjenige, der Gottes Reich wie ein Kind empfängt. Die Kinder, die zu Jesus kamen, stellt er allen "Großen" als Vorbild hin. Wie kamen sie zu ihm? Richtig, sie wurden gebracht. Nicht aus eigener Entscheidung. Nein, die Eltern wollten den Kleinen Gutes tun. Warum sollten dann christliche Eltern nicht auch ihre Kinder schon als Babys zum Heiland tragen - zur Taufe? Zu Christus kommen, Vergebung und ewiges Leben bekommen, das geht nur auf eine Weise: Wir bekommen das geschenkt. Und wer freut sich am meisten über Geschenke? Genau: Kleine Kinder! Kaum ein Erwachsener rennt fröhlich quietschend von Gast zu Gast und zeigt, was für tolles Buch er zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Aber Kinder! Ja, die jubeln über ihr Geschenk. Sie können gar nicht anders, als es gern anzunehmen und es anderen zu zeigen. Sie sagen auch nicht: "Guck mal, was ich mir für ein tolles Geschenk verdient habe!" Nein, sie empfangen - und nehmen es freudestrahlend an. So - und nur so - hat es Gott für sein Reich beschlossen. Er will dir alles schenken. Deine Schuld vor ihm kannst du nicht bezahlen - so sehr du dich auch anstrengst. Christus hat sie übernommen. Deinen rettenden Glauben (die Eintrittskarte in den Himmel) kannst du dir nicht besorgen. Nur geschenkt bekommen - in der Taufe, indem du Gottes Wort hörst, sein Abendmahl empfängst. Und weil unser Heiland die Kleinsten als Vorbilder hinstellt, musst du dich nicht schämen, wenn du dich ganz kindlich über dieses Geschenk freust - und anderen davon erzählst.

Lasst uns beten:
Herr, lass mich dein Reich wie ein kleines Kind empfangen. Amen.
Lied: 221
Pf. Albrecht Hoffmann

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