Andacht vom: 18.06.2018

Lesung: Amos 8,11-14

Andachtsvers: "Siehe, es kommt die Zeit, spricht Gott der HERR, dass ich einen Hunger ins Land schicken werde, nicht einen Hunger nach Brot oder Durst nach Wasser, sondern nach dem Wort des HERRN, es zu hören." (Amos 8,11)

Nur noch wenige Menschen in unserem Land kennen Hunger. Die Älteren aus ihrer Kindheit, einige vielleicht wegen großer Armut, die es auch in Deutschland noch gibt. Andere verzichten freiwillig auf bestimmte Nahrung. Sie fasten. Selbstauferlegtes Hungern, könnte man sagen. Ähnlich gehen Menschen mit göttlicher Nahrung um. Viele in unserem Land verzichten freiwillig auf Gottes Wort. Sie meinen es nicht zu brauchen. Andere haben vielleicht noch nichts von dieser Seelennahrung gehört. Sie hungern, ohne es zu wissen. Und auch Christen verzichten hier und da auf den Genuss des göttlichen Wortes, weil ihnen anderes wichtiger erscheint. Dem Volk Israel muss Amos damals eine bedrohliche Nachricht bringen. Gott wird sein Wort wegnehmen. Und dann werden die Menschen einen Hunger nach Gottes Wort verspüren. Aber sie werden ihn nicht stillen können. Die meisten Menschen halten das für unproblematisch. Was ist schon dabei, denken sie. Uns aber sollte das eine ernste Warnung sein. Es kann auch in unserem Land zu einer solchen Hungersnot nach Gottes Wort kommen. Noch können wir Gottes Wort hören und lesen. Noch hält Gott uns den Spiegel seiner Gebote vor Augen. Und noch tröstet er uns mit seiner Vergebung, die Jesus Christus für alle Menschen erwirkt hat. Noch gibt es unzählige Gelegenheiten, Gottes Wort an uns heran zu lassen. Wir können sie gar nicht alle nutzen, selbst wenn wir wollten, so vielfältig sind die Möglichkeiten.

Lasst uns beten:
Gnädiger Gott, lass uns bei deinem Wort bleiben, das uns in die ewige Herrlichkeit führt. Hilf uns, dass wir es gern hören und lernen. Amen.
Lied: 204
Pf. Uwe Klärner

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