Andacht vom: 20.02.2018

Lesung: 5Mose 27,11-26

Andachtsvers: "Verflucht sei, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erfüllt, dass er danach tue! Und alles Volk soll sagen: Amen." (5Mose 27,26)

Das würde ein beeindruckender Einzug Israels ins gelobte Land werden: Jung wie Alt ziehen zu Zehntausenden feierlich zwischen zwei Bergen hindurch. Auf denen würden je Segens- und Fluchworte ausgerufen - und das Volk antwortet mit "Amen". Fragst du, was das mit uns zu tun hat, dann schlag mal im Galaterbrief nach (Kapitel 3,10). Da nimmt Paulus uns hinein ins Geschehen. Er erklärt anhand dieser Fluchworte, was für alle Forderungen Gottes gilt: Wer meint, "Ja, das schaffe ich!" rufen zu können, wenn Gott uns seinen heiligen Willen sagt, wird ewig scheitern. Seit dem Sündenfall sind wir unter diesem Fluch gefangen: Versündigen wir uns nur ein einziges Mal im ganzen Leben, dann haben wir das ganze Gesetz gebrochen und sind verflucht. Entweder ganz oder gar nicht. Israel spürte das schnell und wir erleben es täglich: So wird es nichts! Wir würden innerhalb von Minuten alles verlieren und ewig verloren gehen. Wir brauchen einen anderen Weg als den des Gesetz-Einhaltens. Paulus zeigt ihn uns: "Christus hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns!" (Galater 3,13). Ins himmlische Heimatland am Ende unserer Lebensreise führt nur ein einziger Weg: Der Glaube an Christus. Der hat an unserer Stelle Gottes Willen erfüllt. Er hat den Fluch für unser Versagen ertragen. Allein der Glaube daran führt dich zum Ziel. Welch ein Segen, zu dem wir dankbar "Amen!" sagen! Statt alles zu verlieren, hast du als Christ ewig gewonnen. Statt Gottes Fluch erfährst du seinen Segen! Freu dich auf den feierlichen Einzug in Gottes neue Welt. Das wird herrlich, beeindruckend!

Lasst uns beten:
Danke, Herr, dass du allen Sündenfluch von mir genommen und mir deinen Segen geschenkt hast. Lass mich getrost aufs Lebensziel zugehen - im Glauben an dich. Amen.
Lied: 139,6
Pf. Albrecht Hoffmann

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