Andacht vom: 23.08.2019

Lesung: Matthäus 11,20-24

Andachtsvers: "Jesus rief: "Wehe dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wären solche Taten in Tyrus und Sidon geschehen, wie sie bei euch geschehen sind, sie hätten längst in Sack und Asche Buße getan."" (Matthäus 11,20+21)

"Wenn ich ein Wunder erleben würde, würde ich ja vielleicht auch glauben. Aber so? Wie kann ich gewiss sein, ob das mit Jesus, mit dem Glauben an Gott und der Bibel alles stimmt?" So oder ähnlich bekommt man es manchmal zu hören, wenn man Menschen für Christus gewinnen will. Was Matthäus von Jesu Wehe-Rufen über Städte im Heiligen Land berichtet, zeigt etwas anderes. Bei den Leuten in Chorazin und Betsaida, die auf ihre Zugehörigkeit zu Gottes Volk und ihre Abstammung von Abraham große Stücke hielten, hatten Jesu Wunder weder Umkehr noch Glauben bewirkt. Da hatte er selbst im heidnischen Tyrus und Sidon mehr Gehör und Glauben gefunden (Matthäus 15,21-28). Genau darum geht es dem Herrn Christus, wenn er Menschen durch sein Wort in sein Reich beruft. Er will sie nicht durch Wunder beeindrucken oder beweisen, dass Gott allmächtig ist und die Welt geschaffen hat, sie lenkt und regiert. Vielmehr will unser Herr zeigen, wie hoffnungslos verloren wir ohne Vergebung unserer Schuld in Gottes Augen sind. Jesu Wunder zeigen, dass er Gott ist und somit bevollmächtigt, Sünden zu vergeben (Markus 2,1-12). Es ist das größte aller Wunder, wenn ein Mensch zugibt, dass er Erlösung braucht, weil er Gottes Gebote vielfach übertreten hat - in Worten, seinem Verhalten und Gedanken. Tut er das nicht und hält Gott stattdessen stolz seine frommen Leistungen vor, geht er verloren. Wohl uns, wenn wir Jesu Ruf zur Umkehr gern hören und als begnadigte Sünder für immer seine geliebten Kinder sein dürfen!

Lasst uns beten:
Hilf, o Herr Jesus, hilf du mir, dass ich noch heute komm zu dir und Buße tu den Augenblick, eh mich ein schneller Tod hinrück. Amen.
Lied: 337,7
Pf.i.R. Rolf Borszik

Andacht als MP3