Andacht vom: 12.12.2017

Lesung: Sacharja 6,1-8

Andachtsvers: "Er rief mich an und redete mit mir und sprach: Sieh, die nach Norden ziehen, lassen meinen Geist ruhen im Lande des Nordens." (Sacharja 6,8)

Die Visionen, die Sacharja sehen darf, erinnern an die des Johannes in der Offenbarung. Beim ersten Lesen denkt man hier wie da: Was meint der Prophet damit? Was will Gott uns mit diesem Bild sagen? Sacharja erhält von dem Engel keine Erklärung seiner Vision. Schade, könnte man sagen. Doch es wird deutlich: Mit der Ruhe für die Welt ist es vorbei. Vier Streitwagen Gottes brechen aus den Bergen hervor, die wahrscheinlich den Himmelseingang darstellen. Sie sollen Gottes Auftrag auf Erden ausführen. Der nach Norden ziehende Wagen ist für Sacharja besonders wichtig. Er wird Gottes Geist im Norden ruhen lassen. Damit ist Babylon gemeint (2,10). Sacharja sieht also, wie Gott die Weltgeschichte lenkt. Gott ist mächtig und aktiv, auch wenn wir das nicht auf Anhieb sehen. Manchmal fragen wir sogar zweifelnd: "Warum lässt Gott das zu? Warum hat er es nicht anders kommen lassen?" Doch Gott herrscht und regiert vollkommen unabhängig. Er hat alle Ereignisse der Welt unter Kontrolle. Er vollzieht seine Gerichte und lässt andererseits seine Gnade walten. Das tut er zuerst um seines Volkes willen. Damit will er seine Rettungsbotschaft von Jesus Christus ausbreiten. Alle Menschen sollen diese gute Nachricht hören: Du darfst Frieden mit Gott haben. Auch in schwierigen Zeiten können wir deshalb zuversichtlich sagen: "Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben" (Psalm 46,1).

Lasst uns beten:
Allmächtiger Vater, Schöpfer und Regierer allen Lebens: Stille unsere Zweifel und Angst durch dein tröstliches Wort. Mache uns gewiss, dass du alles in deiner allmächtigen Hand hältst und zu unserem Besten lenkst. Amen.
Lied: 362
Pf. Uwe Klärner

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