Andacht vom: 14.12.2018

Lesung: Jesaja 26,7-21

Andachtsvers: "Von Herzen verlangt mich nach dir des Nachts, ja, mit meinem Geist suche ich dich am Morgen. Denn wenn deine Gerichte über die Erde gehen, so lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit." (Jesaja 26,9+10)

Was war heute Morgen, als du aufgewacht bist, dein erster Gedanke? Was ging dir nachts durch den Kopf, als du nicht schlafen konntest? Spricht dir der Andachtsvers aus dem Herzen? Ist das am Morgen und am Abend unser erster Gedanke? Wohl dem, der das sagen kann, dem in schlafloser Nacht Bibelstellen in den Sinn kommen. Dinge, für die er Gott trotz aller Schwierigkeiten danken kann. Der seine Nöte dem Allmächtigen vor die Füße legt. Oft beschäftigen mich freilich ganz andere Dinge, die nicht zur Ruhe kommen lassen. Dann stehe ich morgens voller Sorgen auf. Wie schafft es Gott, meinen Blick neu auf das zu lenken, was ich am meisten brauche? Vielleicht gerade, indem er mich in Schwierigkeiten geraten lässt und mir Grenzen aufzeigt. Wenn er meine Pläne scheitern lässt, damit ich mich neu auf seine Hilfe besinne. Indem er mich so immer wieder zu der Einsicht führt, dass ich ganz und gar von ihm abhängig bin - schon in diesem Leben, bei meinem täglichen Auskommen, mit meiner Gesundheit, Familie, meinem Glück. Wieviel mehr im Blick auf die Ewigkeit! Wie kann ich vor Gott bestehen mit einem Leben, das so von Sünde und Versagen geprägt ist? Wie kannst du abends ruhig einschlafen und morgens zuversichtlich aufstehen? Im Wissen, dass Gottes Gerichte immer gut sind. Er beurteilt dich und dein Leben nicht auf der Grundlage deiner Taten, sondern aufgrund dessen, was sein Sohn für dich vollbracht hat. Danke Gott, wenn er dir dafür die Augen öffnet. Freue dich über die Zusage seiner Vergebung, die er dir in Christus schenkt.

Lasst uns beten:
Danke, Herr, dass du mich aus aller Not rettest. Lass mich auch heute Ruhe finden in dir. Amen.
Lied: 431
Pf. Andreas Drechsler

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